Tagebuch-Comic: Überall treff ich mich

Tagebuch-Comic: Überall treff ich mich

Ver­öf­fent­licht: 09.02.2024 | Aktua­li­siert: 13.02.2024

Tagebuch-Comic vom 23. November 2023

Auch wei­ter­hin wir­ken die Ideen aus dem Work­shop bei Bar­bara Yelin und Tamara Bach nach. So bleibt auch der heu­tige Tage­buch-Comic nicht wort­los, die Bil­der fin­den wie­der mit einem Text­part­ner zusam­men, der orts­fremd ist.

Habe ich mir beim letz­tem Mal eine lyri­sche Minia­tur von Tamara Bach aus­ge­lie­hen, trifft nun die Stimme von Wolf­gang Bor­chert auf Wald, Sturm, Laub, Regen, Laub­re­gen, einen Schmet­ter­lings­flü­gel, einen Fasa­nen und auf Novem­ber im Rheinland. 

Tagebuch-Comic © Viktoria Cvetković

Tage­buch­co­mic vom 23.11.2023 © Vik­to­ria Cvet­ko­vić (Bild) und Wolf­gang Bor­chert (Text)

Ich finde es immer wie­der erstaun­lich, wie sich die Wahr­neh­mung der Bil­der durch die Über­la­ge­rung mit Text ver­än­dert. Ganz ohne Text wir­ken die Bil­der anders, und mit einem ande­ren Text eben­falls. Und umge­kehrt auch: Der Text ohne Bil­der weckt bei uns allen sehr wahr­schein­lich andere innere Vor­stel­lun­gen über den Inhalt, als wenn er mit Beglei­tung kommt.

Wel­che Asso­zia­tio­nen weckt der Comic bei dir? Was wird hier erzählt? Schreib mir gerne in die Kom­men­tar­box unten, was dir dazu einfällt!

Wie ich den Tagebuch-Comic gezeichnet habe

Was du bis­her gese­hen hast, ist das Pro­dukt: der fer­tige Tage­buch-Comic. Wie kommt man aber dahin? Das ist die Frage nach dem Pro­zess. Und den teile ich hier gerne mit dir, weil ich es selbst auch immer auf­schluss­reich finde zu sehen, wie andere Zeichner:innen zu ihren Ergeb­nis­sen kommen.

Zeichnungen der Panels in drei Phasen für den Tagebuch-Comic © Viktoria Cvetković

Drei Pha­sen­bil­der aus dem Zei­chen­pro­zess für den Tage­buch-Comic: Vor­zeich­nung in Bunt­stift, Farbe in Aqua­rell, Bunt­stift und Gou­ache © Vik­to­ria Cvetković

In die­sem Fall habe ich mit einem hell­blauen Bunt­stift grob vor­ge­zeich­net, auch für die Blatt­auf­tei­lung bei den Panels. Als nächs­tes lege ich eine Farb­schicht mit Aqua­rell an. Dann kom­men die Out­lines, eben­falls in Bunt­stift. Ich ver­wende hier ein Sepia­braun bzw. dunk­les Grün und kein Schwarz, weil ich kei­nen ganz so har­ten Kon­trast haben möchte. Anschlie­ßend ergänze ich wei­tere Farb­schich­ten und Akzente mit Bunt­stift und Gouache.

Hast du Fra­gen zum Pro­zess? Dann stell sie gerne eben­falls in der Kom­men­tar­box unten.

Dieser Artikel ist hier zu Ende. Wir können aber weiter in Kontakt bleiben:

Viktoria zeichnet © Viktoria Cvetković

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Hi, ich bin Viktoria.

Ich bin Zeich­ne­rin, Autorin und Dozen­tin. Ich erzähle mit Bildern.

Meine bevor­zugte Zei­chen­tech­nik ist die Skizze, meine liebs­ten Medien sind Tusche und Aqua­rell. Ich for­sche mit dem Stift in der Hand und liebe es, Men­schen, Gebäude, Orte, Hand­werk­li­ches und All­täg­li­ches zeich­nend zu dokumentieren.

Die Resul­tate sind gra­phi­sche Repor­ta­gen, häu­fig in Form von hand­ge­bun­de­nen Künstlerbüchern.

Hier im Blog schreibe ich über Dinge, die mich aktu­ell bewe­gen und zeige, was so alles in mei­nen Skiz­zen­bü­chern lan­det. Wenn du noch näher dran sein willst, auch für Ein­bli­cke zum aktu­el­len Gra­phic-Novel-Pro­jekt, dann hüpf gerne auf mei­nen News­let­ter.

Tagebuch-Comic: Die anderen wollten wissen…

Tagebuch-Comic: Die anderen wollten wissen…

Ver­öf­fent­licht: 08.02.2024 | Aktua­li­siert: 08.02.2024

Tagebuch-Comic vom 17. November 2023

Der Work­shop bei Bar­bara Yelin und Tamara Bach wirkt nach. Anders als die bis­her meist wort­lo­sen Tage­buch-Comics wollte ich die Bil­der dies­mal mit Text kom­bi­nie­ren. Gerne mit Text, der zu einem ande­ren Ort gehört.

Und dann mal sehen, was pas­siert, wenn beide sich treffen.

Tagebuch-Comic © Viktoria Cvetković und Tamara Bach

Tage­buch­co­mic vom 17.11.2023 © Vik­to­ria Cvet­ko­vić (Bild) und Tamara Bach (Text)

Tamara Bach schreibt nicht nur wun­der­bare Jugend­li­te­ra­tur, son­dern auch lyri­sche Minia­tu­ren. Die­ser Text stand ursprüng­lich mal unter einem foto­gra­fi­schen Aus­schnitt des Ber­li­ner Him­mels, För­der­tech­nik inklu­sive. (Wenn du suchen magst, dann fin­dest du das Pos­ting auf Tama­ras Insta-Pro­fil)

Danke für die Erlaub­nis, den Text hier in einen ande­ren Kon­text zu verstricken.

Wel­che Asso­zia­tio­nen weckt der Comic bei dir? Was wird hier erzählt? Schreib mir gerne in die Kom­men­tar­box unten, was dir dazu einfällt!

Wie ich den Tagebuch-Comic gezeichnet habe

Was du bis­her gese­hen hast, ist das Pro­dukt: der fer­tige Tage­buch-Comic. Wie kommt man aber dahin? Das ist die Frage nach dem Pro­zess. Und den teile ich hier gerne mit dir, weil ich es selbst auch immer auf­schluss­reich finde zu sehen, wie andere Zeichner:innen zu ihren Ergeb­nis­sen kommen.

Zeichnungen des Fahrrads in drei Phasen für den Tagebuch-Comic © Viktoria Cvetković
Zeichnungen der Panels in drei Phasen für den Tagebuch-Comic © Viktoria Cvetković

Drei Pha­sen­bil­der aus dem Zei­chen­pro­zess für den Tage­buch-Comic: Vor­zeich­nung und Out­lines in Bunt­stift, Farbe in Aqua­rell © Vik­to­ria Cvetković

In die­sem Fall habe ich mit einem hell­blauen Bunt­stift grob vor­ge­zeich­net, auch für die Blatt­auf­tei­lung bei den Panels. Im nächs­ten Schritt kom­men die Out­lines, eben­falls in Bunt­stift. Ich ver­wende hier ein Sepia­braun und kein Schwarz, weil ich kei­nen ganz so har­ten Kon­trast haben möchte. Anschlie­ßend kolo­riere ich mit Aqua­rell­far­ben und setze ein paar Akzente mit Buntstift.

Hast du Fra­gen zum Pro­zess? Dann stell sie gerne eben­falls in der Kom­men­tar­box unten.

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Viktoria zeichnet © Viktoria Cvetković

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Selbstportraits: Gesammelte Gesichter aus dem Januar

Selbstportraits: Gesammelte Gesichter aus dem Januar

Ver­öf­fent­licht: 03.02.2024 | Aktua­li­siert: 03.02.2024

Seit Anfang 2024 zeichne ich täglich ein Selbstportrait

Die­ser Bei­trag ist der zweite in einer Reihe von Arti­keln zu mei­nem 366-Tage-Pro­jekt. Im ers­ten Arti­kel beschreibe ich, warum ich die­ses Expe­ri­ment mache, was es mit dem Begriff Selbst­no­ti­zen auf sich hat und was mir wich­ti­ger in den Zeich­nun­gen ist, als unbe­dingte Ähn­lich­keit mit mir.

Im Fol­gen­den fin­dest du alle Gesich­ter aus dem Januar. Unter jeder Skizze notiere ich ein paar Infor­ma­tio­nen: Das Mate­rial, das ich ver­wende, die Beleuch­tungs­si­tua­tion und gele­gent­lich auch einen Kom­men­tar, wenn ich an dem Tag etwas beson­ders bemer­kens­wert finde.

Selbstportraits Januar 2024

gezeichnetes Selbstportrait in Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #1/​366. Skiz­ziert mit Tusche­pin­sel­stift vor dem Spie­gel bei Tages­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #2/​366. Skiz­ziert mit Fül­ler und was­ser­fes­ter Tinte vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #3/​366. Skiz­ziert mit Fül­ler und Tusche­pin­sel­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht. Gestal­te­ri­sche Anre­gung aus einem Skiz­zen­buch von René Gos­cinny.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #4/​366. Skiz­ziert mit Tusche­pin­sel­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Acrylmarker © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #5/​366. Skiz­ziert mit Acryl­mar­ker vor dem Spie­gel bei Tages­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #6/​366. Skiz­ziert mit Fül­ler und was­ser­fes­ter Tinte vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Acrylmarker und Pastellkreide © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #7/​366. Skiz­ziert mit Acryl­tift und Pas­tell­kreide vor dem Spie­gel bei Tages­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarellmarker und Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #8/​366. Skiz­ziert mit Aqua­rell­pin­sel­stift und Bunt­stift wäh­rend einer Video­kon­fe­renz.
© Vik­to­ria Cvetković

Eine ungelenk gezeichnete Landschaft mit einem See im Vordergrund und Bergen im Hintergrund

Selbst­por­trait #9/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #10/​366. Skiz­ziert mit Bunt­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #11/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

Aufbau des gezeichneten Selbstportraits in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #11/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #12/​366. Skiz­ziert mit Bunt­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht. Mor­gen ver­reise ich für eine Woche, muss noch packen und nehme mir für die Zeich­nung nur kurz Zeit.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #13/​366. Skiz­ziert mit Bunt­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht kurz vorm Schla­fen­ge­hen. Bin zu Gast bei Freun­den, es gibt viel zu erzäh­len und so nehme ich mir für die Zeich­nung nur kurz Zeit.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #14/​366. Skiz­ziert mit Bunt­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht. Das­selbe Spiel wie ges­tern. Außer­dem zeichne ich am unte­ren Rand des Skiz­zen­buchs, das Kinn passt nicht mehr drauf.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #15/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Abends sit­zen wir gemein­sam am Ess­tisch, der Mann liest, ich zeichne, unsere Gast­ge­ber berei­ten das Abend­essen zu. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarellmarker und Tuschepinsel © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #16/​366. Zügig skiz­ziert mit Mar­ker, Tusche­pin­sel­stift und Bunt­stift vor dem Spie­gel bei Kunst­licht. Heute lang­lau­fen gewe­sen. Müde.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #17/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Fer­tig, bevor wir als Gäste wei­tere Gäste emp­fan­gen zum Fon­due. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht am Ess­tisch.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #18/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Heute mit unse­ren Gast­ge­bern im Museum gewe­sen. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht vor dem Abend­brot am Ess­tisch.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #19/​366. Schnelle Skizze mit was­ser­fes­ter Tinte. Heute auf ver­trau­ten Pfa­den durch den Wald bis zum Bier­häusle gelau­fen. Der Mann, der sich selbst als Banause bezeich­net, sucht in jeder Zeich­nung nach Ähn­lich­keit und kom­men­tiert: »Der junge Klaus Kin­ski.« Warum auch nicht?
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #20/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Abrei­se­tag. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht, wie­der zu Hause.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #21/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht am Ess­tisch. Vor­her den kom­men­den Bil­dungs­ur­laub vor­be­rei­tet. 
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #22/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Abrei­se­tag. Skiz­ziert vor dem Spie­gel bei Kunst­licht nach der Online-Lesung von Bar­bara Yelin aus »Emmie Arbel«.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #23/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Vom Dunk­len ins Helle zu arbei­ten, erfor­dert eine andere Her­an­ge­hens­weise. Bin mir noch nicht klar dar­über, wel­che.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #24/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. »Warum immer so ernst?«, fragt der Mann. »Kon­zen­tra­tion«, denke ich. »Ja, genau, und warum immer fron­tal?«, frage ich zurück.
© Vik­to­ria Cvetković

Collagiertes Selbstportrait © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #25/​366. Kalt­na­del­ra­die­rung auf Geschenk­pa­pier.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #26/​366. Bunt­stift­skizze nach Ende des durch­ge­führ­ten Bil­dungs­ur­laubs. Ver­such, mit mög­lichst weni­gen Linien aus­zu­kom­men. Also mög­lichst viele For­men ver­bin­den, den Stift mög­lichst wenig abset­zen.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #27/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit zwei­far­bi­ger Aqua­rell­flä­che, Bunt­stif­ten, Tusche und Acryl­mar­ker. Inspi­riert durch das »Simple«-Kochbuch von Yotam Otto­lenghi.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Aquarell, Buntstift und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #28/​366. Schicht­wei­ser Auf­bau mit Aqua­rell­flä­che und Bunt­stift. Nass in halb­tro­cken her­um­zu­kor­ri­gie­ren führt zu Farb­rän­dern. Mor­gen früh steht ein wich­ti­ges Gespräch an.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #29/​366. Was­ser­feste Tinte und Kal­li­gra­phie­fül­ler. Mein Bauch­ge­fühl sagt mir, dass das Gespräch gut gelau­fen ist. Ich will das aber nicht zu laut den­ken. Wie es wei­ter­geht, liegt jetzt nicht mehr in mei­nen Hän­den.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte und Tusche © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #30/​366. Skizze in was­ser­fes­ter Tinte und Tusche. Heute einen uner­war­tet frü­hen Anruf mit einer groß­ar­ti­gen Nach­richt bekom­men. Freue mich wie Bolle.
© Vik­to­ria Cvetković

gezeichnetes Selbstportrait in Tinte, Tusche und Buntstift © Viktoria Cvetković

Selbst­por­trait #31/​366. Was­ser­feste Tinte, Tusche und Bunt­stifte. Wie halte ich das Selbst­por­trait­pro­jekt nach einem Monat und mit noch elf vor mir wei­ter­hin für mich inter­es­sant? Mit ver­schie­de­nen Gesichts­aus­drü­cken viel­leicht.
© Vik­to­ria Cvetković

Das waren die Selbstportraits aus dem Januar 2024

Zum Haupt­ar­ti­kel des 366-Tage-Pro­jekts kommst du hier:
Selbst­por­traits: Gesam­melte Gesich­ter als Zei­chen­übung.

Gezeichnete Selbstportraits © Viktoria Cvetković

Selbst­por­traits von Anfang 2024 © Vik­to­ria Cvetković

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Viktoria zeichnet © Viktoria Cvetković

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Selbstportraits: Gesammelte Gesichter als Zeichenübung

Selbstportraits: Gesammelte Gesichter als Zeichenübung

Ver­öf­fent­licht: 06.01.2024 | Aktua­li­siert: 09.02.2024

Die Idee hinter den Selbstportraits

Selbst­por­traits als Fin­ger­übung habe ich immer wie­der mal gemacht. Oft, wenn ich am Ende eines Tages noch nichts gezeich­net hatte, müde war und keine Lust hatte, mir noch irgend­ein Zei­chen­mo­tiv in der Woh­nung zu suchen. (Aber auch für Tage­buch-Comics und Stu­dien für mein Graphic-Novel-Projekt.)

Mich mit dem Skiz­zen­buch vor den Spie­gel zu stel­len, emp­finde ich dann als ein­fa­cher. Da muss ich abends keine Ent­schei­dung mehr tref­fen, was ich zeich­nen will, mein Motiv blickt mir direkt ent­ge­gen. Und: Gesich­ter sind nicht zu sim­pel zu zeich­nen (es bleibt trotz viel­fa­cher Wie­der­ho­lung inter­es­sant und her­aus­for­dernd), mei­nes ist immer da und nicht belei­digt, wenn es sich mal nicht ähn­lich sieht. Außer­dem habe ich bei mir selbst keine Hem­mun­gen, gestal­te­risch her­um­zu­ex­pe­ri­men­tie­ren und dabei auch mal so rich­tig danebenzugreifen.

Seit Anfang 2024 zeichne ich wie­der täg­lich Selbst­por­traits, als 366-Tage-Projekt.

Mit Span­nung habe ich das Selbst­por­trait-Pro­jekt von Silke Hüchel-Stein­bach gele­sen und ange­se­hen. Silke beschreibt eine sehr leben­dige Reise, bei der sich ein künst­le­ri­sches Vor­ha­ben mit Selbst­re­fle­xion und Selbst­ak­zep­tanz ver­bin­det. Leseempfehlung!

Mein Ansatz ist ein ande­rer – für mich sind es Expe­ri­mente mit dem Zei­chen­ma­te­rial, dem Erkun­den von Linie und Flä­che … und einem Motiv, das mir immer zur Ver­fü­gung steht (zumin­dest sobald irgend­eine spie­gelnde Ober­flä­che in der Nähe ist). Was ich bestä­ti­gen kann, ist aber, dass sich mit der Zeit Selbst­ak­zep­tanz ein­stellt, wenn man sich oft genug zeich­net. Dass meine Mund­win­kel nicht auf glei­cher Höhe sind, hat mich auf Fotos immer gestört. Und nun? Finde ich es zeich­ne­risch inter­es­sant. Es lädt mich ein, genauer hin­zu­schauen, um die­sen Unter­schied mög­lichst gut abbil­den zu können.

Und es macht schlicht­weg Spaß, diese schiefe Wel­len­li­nie aufs Papier zu bringen.

Gezeichnete Selbstportraits © Viktoria Cvetković

Selbst­por­traits von Anfang 2024 © Vik­to­ria Cvetković

Gezeichnete Selbstportraits: Wie wichtig ist Ähnlichkeit?

Da es pri­mär Expe­ri­mente mit Zei­chen­ma­te­rial und Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten sind, steht eine mög­lichst große Ähn­lich­keit für mich bei die­sem 366-Tage-in-2024-Pro­jekt nicht im Vor­der­grund. Erfah­rungs­ge­mäß ergibt sich Ähn­lich­keit in mei­nen Skiz­zen, wenn ich prä­zise genug hin­schaue. Das hat viel mit Kon­zen­tra­tion zu tun, kann also sowohl bei sehr schnel­len Skiz­zen ein­tre­ten, als auch, wenn ich mir eine Stunde Zeit dafür nehme. Der Grad der Ähn­lich­keit doku­men­tiert hier also eher Stim­mun­gen und innere Zustände. Je müder und unkon­zen­trier­ter ich bin, desto unähn­li­cher wird mir das Selbst­por­trait. Unter die­sem Gesichts­punkt *Wort­spiel nicht beab­sich­tigt* könnte man diese Serie auch Selbst­no­ti­zen nen­nen. (Danke an Silke für die­sen tol­len Begriff dafür!)

Apro­pos Gesichts­punkte: Die unter­schied­lich hohen Mund­win­kel hel­fen tat­säch­lich dabei, Ähn­lich­keit in der Zeich­nung her­zu­stel­len. Das ist nicht anders, als wenn ich andere Men­schen zeichne. Pup­pen­hafte Gesich­ter inter­es­sie­ren mich nicht; reiz­voll finde ich, wenn mar­kante Merk­male vor­han­den sind. Wie bei die­ser unfass­bar freund­li­chen Frau, der ich zufäl­lig bei einer Bahn­fahrt begeg­net bin (und der ich im Stil­len auf­grund ihrer Optik unfass­bare Strenge unter­stellt hatte, bevor wir ins Gespräch gekom­men sind):

Gezeichnetes Portrait einer Mitreisenden im Zug nach München © Viktoria Cvetković

Por­trait einer Mit­rei­sen­den im Zug. Sie hat ein tol­les Pro­fil mit reich­lich mar­kan­ten Merk­ma­len. Das hat es mir leich­ter gemacht, eine hohe Ähn­lich­keit mit weni­gen Stri­chen zu erzie­len.
© Vik­to­ria Cvetković

Gezeichnete Selbstportraits als Selbstnotizen in 2024

Im Fol­gen­den nun also eine »Sel­fie Wall« der beson­de­ren Art: An jedem Tag in 2024 werde ich ein Selbst­por­trait zeich­nen und in regel­mä­ßi­gen Abstän­den hier ver­öf­fent­li­chen. Die­ser Arti­kel wird also immer wei­ter wach­sen, befüllt mit neuen Skiz­zen aus den jewei­li­gen Mona­ten. Den Begriff Selbst­no­tiz habe ich mir übri­gens auch von Silke Hüchel-Stein­bach gelie­hen. (Danke dafür!)

Das Datum der letz­ten Aktua­li­sie­rung erscheint immer auch in der Vor­schau des Arti­kels in der Blog­über­sicht.

Los geht’s!

Selbstportraits Januar 2024

31 gezeichnete Selbstportraits aus dem Januar 2024 in Tinte, Tusche und Buntstift © Viktoria Cvetković

Die Selbstportraits als Einzelbilder…

… mit mehr Details und Noti­zen zum ver­wen­de­ten Zei­chen­ma­te­rial (und ggf. auch Pha­sen­fo­tos, wenn ich Zeich­nun­gen schicht­weise auf­baue), fin­dest du im Arti­kel aus dem Januar 2024.

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Hi, ich bin Viktoria.

Ich bin Zeich­ne­rin, Autorin und Dozen­tin. Ich erzähle mit Bildern.

Meine bevor­zugte Zei­chen­tech­nik ist die Skizze, meine liebs­ten Medien sind Tusche und Aqua­rell. Ich for­sche mit dem Stift in der Hand und liebe es, Men­schen, Gebäude, Orte, Hand­werk­li­ches und All­täg­li­ches zeich­nend zu dokumentieren.

Die Resul­tate sind gra­phi­sche Repor­ta­gen, häu­fig in Form von hand­ge­bun­de­nen Künstlerbüchern.

Hier im Blog schreibe ich über Dinge, die mich aktu­ell bewe­gen und zeige, was so alles in mei­nen Skiz­zen­bü­chern lan­det. Wenn du noch näher dran sein willst, auch für Ein­bli­cke zum aktu­el­len Gra­phic-Novel-Pro­jekt, dann hüpf gerne auf mei­nen News­let­ter.

Wunderbar ungelenke Zeichnungen

Wunderbar ungelenke Zeichnungen

Ver­öf­fent­licht: 29.12.2023 | Aktua­li­siert: 30.12.2023

Heute sind mir beim Auf­räu­men alte Zeich­nun­gen in die Hände gefal­len. Sie haben etwas wun­der­bar unge­len­kes; fast wie Kin­der­zeich­nun­gen, nur nicht ganz so char­mant. Und tat­säch­lich bil­den sie nach einer lan­gen, lan­gen Pause, in der mir die Kraft für Krea­ti­vi­tät abhan­den­kam, den zwei­ten Start in ein zeich­ne­ri­sches Leben.

Der erste Start sind blaue Kugel­schrei­ber­krin­gel, die ich als Zwei­jäh­rige in ein Papp­bil­der­buch male. Das Bil­der­buch wird durch drei Metall­ringe zusam­men­ge­hal­ten und zeigt auf jeder Seite ein Tier. Beson­ders viele Krin­gel sind auf der Seite mit dem Stock­enten­er­pel. Um sei­nen Kopf herum ist viel blauer Him­mel, viel Platz für eckige Krin­gel in allen Grö­ßen, ein­ge­drückt in die beschich­tete Pap­pober­flä­che. Als Kind halte ich den Stift wie einen Mei­ßel. Ich male mit vol­lem Kör­per­ein­satz, die Faust eng geschlossen. 

Rund 25 Jahre spä­ter ent­ste­hen neue »erste« Zeich­nun­gen. Sie ent­ste­hen im Urlaub; ich bemühe mich, Land­schaft fest­zu­hal­ten. Man sieht die Mühe und ahnt die Land­schaft. Zwar habe ich eine klare Vor­stel­lung davon, wie die Skizze auf dem Papier aus­se­hen soll. Das tat­säch­li­che Ergeb­nis aber ist ein blas­ses, fla­ches Abzieh­bild des­sen, wie ich es gerne hätte.

Die Lücke zwi­schen Wol­len und Kön­nen ist des­il­lu­sio­nie­rend groß.

Eine ungelenk gezeichnete Landschaft mit einem See im Vordergrund und Bergen im Hintergrund
Eine ungelenk gezeichnete Landschaft mit einem Hang vor einem See im Vordergrund und Bergen im Hintergrund

Typi­sche Anfän­ger­skiz­zen: Sie resul­tie­ren aus einem unge­üb­ten Blick gepaart wenig Erfah­rung mit Dar­stel­lungs­tech­ni­ken und unge­len­kem Umgang mit Stif­ten, Far­ben und Papier. Schön, dass sie da sind. Denn ohne einen Start­punkt gibt es auch keine Ent­wick­lung.
© Vik­to­ria Cvetković

Der Unterschied zwischen Produkt und Prozess

Den­noch höre ich nicht auf zu zeich­nen. In den nächs­ten Tagen mache ich noch eine Skizze und noch eine und noch eine. Keine davon gefällt mir wirk­lich gut, den­noch ent­wi­ckelt das Zeich­nen eine Sog­wir­kung. Sobald ich mich mit Stif­ten, Far­ben und Papier irgendwo hin­setze, meine Umge­bung beob­achte und skiz­ziere, geht es mir bes­ser. Ich werde inner­lich ruhi­ger, das Gedan­ken­ka­rus­sell macht Pause, die Anspan­nung, die ich stän­dig an mir hängt wie Herr Nils­son an Pippi Lang­strumpf, ist in die­sen Momen­ten weg.

Ich bin unzu­frie­den und zufrie­den zugleich. Unzu­frie­den mit dem Ergeb­nis, mit der Zeich­nung, die ich gerade nicht bes­ser hin­be­komme. Weil ich nicht weiß, was ich anders machen müsste, damit es so aus­sieht, wie ich will. Zufrie­den, weil ich in jeder Faser spüre, wie gut es mir tut, zu zeich­nen. Meine Auf­merk­sam­keit ist ganz bei die­sem einen Bild­aus­schnitt, nur bei die­sem Stück­chen Welt. Ich bin ent­spannt. Das Tun ent­spannt mich. 

Bleistiftskizzen von einer Straßenlaterne, einem Baum, einer Flagge und einem Fenster
Bleistiftskizzen von einem Burgberg in der Stadt

So lang­sam wird der Strich siche­rer. Im Laufe der Zeit pro­biere ich viele ver­schie­dene Mate­ria­lien aus und habe eine Phase, in der ich fast nur Gra­phit­skiz­zen mache.
© Vik­to­ria Cvetković

Ich erlebe zum ers­ten Mal bewusst den Unter­schied zwi­schen Pro­dukt und Pro­zess. Der Zei­chen-Pro­zess ist das, was mich anzieht und es mich immer wie­der neu ver­su­chen lässt; das Zei­chen-Pro­dukt wird mit der Zeit bes­ser wer­den, ich bin mir sicher.

Jetzt, viele Jahre spä­ter, bin ich froh, dass ich diese ers­ten Zeich­nun­gen auf­be­wahrt habe. Sie zu betrach­ten evo­ziert das­selbe Gefühl von medi­ta­ti­vem Geer­det-Sein, das ich damals gespürt habe. Als Pro­dukt gefal­len sie mir noch immer nicht (und ich musste mich über­win­den, sie hier, in mei­nem beruf­li­chen Schau­fens­ter, zu zei­gen), aber ich kann an ihnen auch erken­nen, wie weit sich mitt­ler­weile die Lücke zwi­schen Kön­nen und Wol­len geschlos­sen hat.

Es wäre unan­ge­mes­sen, sie geringzuschätzen.

Ohne diese ers­ten Zeich­nun­gen – die blauen Krin­gel im Papp­bil­der­buch und die ver­wa­sche­nen Land­schafts­skiz­zen – wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Bleistiftskizzen vom Bauernhof mit einem Stall- und Speichergebäude, einem Maulbeerbaum und einer Heugabel

Man­che von die­sen ers­ten Skiz­zen sind noch in ande­rer Hin­sicht wert­voll: Sie doku­men­tie­ren, was es nicht mehr gibt. So wie die­ses Gebäude auf dem Bau­ern­hof mei­ner Groß­el­tern und eine natur­ge­wach­sene Heu­ga­bel.
© Vik­to­ria Cvetković

Und einige wenige die­ser Skiz­zen die­nen mir auch als Bild­re­fe­renz für meine Gra­phic Novel. Gut, dass es sie gibt, denn Fotos davon habe ich nicht, und durch die Zeich­nun­gen sind mir die wesent­li­chen Details tat­säch­lich wie­der präsent.

Wie stehst du zu dei­nen alten Zeich­nun­gen? Eine Quelle für Scham? Oder Freude dar­über, dass du sie noch hast? Lass mir gerne dei­nen Gedan­ken in der Kom­men­tar­box unten da.

Das war’s für heute. Wir können aber in Kontakt bleiben:

Viktoria zeichnet © Viktoria Cvetković

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Per­sön­li­che­res teile ich lie­ber per Mail mit dir.

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